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Aktivitäten und Tätigkeiten [1]

Aktivitäten und Tätigkeiten: Radtour zur WU-Trassenerkundung

Eingereicht von UweKleinig am 16. Okt 2011 - 20:46 Uhr

Vom Hafen bis zur Elmshorner Straße ist die Strecke der künftigen Westumgehung abgeradelt worden.

Unsere Radtour zur Erkundung der Trasse der geplanten Westumgehung



Am Samstagnachmittag, 27.08.2011, 15.00 Uhr, trafen wir uns unter der Eisenbahnbrücke Am Hafen mit unseren Fahrrädern, um die geplante WU-Trasse abzuradeln und uns über das gigantische Projekt schlau zu machen. Mit dabei waren:

Kurt Zach, Hans Clausen, Jürgen und Christa Emmelheinz, Astrid Budszus und Kai Engler.

Zunächst radelten wir bei bestem Wetter zur Holsteiner Kehre. Unsere Hoffnung, an dieser Stelle über die Pinnau zum ehemaligen Autohaus Kalus bzw. Golfclub Weidenhof hinüber schauen zu können, wurde dadurch zerschlagen, dass wucherndes Buschwerk und Bäume die Sicht auf und über die Pinnau total versperrten. Die Natur hatte uns ein Schnäppchen geschlagen. Auf jeden Fall wird der schon bestehende Westring am Autohaus vorbei in die neue WU-Trasse einfließen. Diese wird zunächst im weiteren Verlauf Richtung Nord-Nordost mit einer Brücke für Kraftfahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger über die Pinnau geführt.

Nachdem wir am Ende der Straße Am Hafen ca. 50 Meter weiter den Peiner Weg in Richtung Prisdorf befahren hatten, stoppten wir. An dieser Stelle soll der Peiner Weg lt. Auskunft von Herrn Roland Schultz, Verkehrsplanung der Stadt Pinneberg, künftig unter dem Damm der Westumgehung durchgeführt werden, er wird also nicht zerschnitten.

Hier übermannte uns noch vor dem Peiner Hof die Abenteuerlust: Mit Ausdauer – beim nächsten Mal mit Machete - drangen wir durch das Gestrüpp, um endlich an die Gleise zu gelangen, die hier überbrückt werden sollen. Die Sonne strahlte in aller Herrlichkeit. Uns plagten Hitze, Brennnesseln und Bremsen. Da die Gleise der Bahn an dieser Stelle schon einen Meter tiefer liegen als der Ziegeleiweg auf der anderen Seite, können beide Verkehrswege mit einer Brücke auf gleicher Höhe überquert werden. Dafür schließt die Stadt Pinneberg mit der Bahn eine Kreuzungsvereinbarung, in der es u. a. um das Maß der Fahrdrahtabsenkung für die Oberleitungen der Bahn geht.

Da ja die Trassen-Brücke noch immer nicht steht, mussten wir zurück zur Eisenbahnbrücke radeln. Nach deren Überwindung über die langen befahrbaren Rampen führte uns der Weg weiter auf einem Schleichweg parallel zu den Gleisen zum Ziegeleiweg am Stadtwerks-Gelände und an den bis vor kurzem noch leerstehenden Gewerbebetriebs-Gebäuden vorbei bis hin zur Siemensstraße. Die ROWA-Group soll diese Gebäude aufgekauft haben – was eigentlich gegen ehemals angedrohte Abwanderungsabsichten der Firma spricht!

Nach der künftigen Überbrückung der Gleise und des Ziegeleiwegs läuft die Westumgehung auf einer Rampe auf Säulen durch die halbe Siemensstraße. Beiderseits der Rampe wird es Umfahrungsstraßen zum Erreichen der Betriebsgelände geben. Für den Verlust von Parkplätzen der anliegenden Firmen an der Siemensstraße, welche zum Teil auf privatem Grund, zum großen Teil aber bisher auf öffentlichem Grund liegen, stellt ihnen die Stadt aber ein Gelände schräg gegenüber an der Prisdorfer Straße zur Verfügung. Das wird für die dort Parkenden einerseits bedeuten, einen etwas längeren Fußmarsch zu ihren Arbeitsplätzen in Kauf nehmen und die verkehrsreiche Prisdorfer Straße ampelgeregelt überqueren zu müssen, andererseits aber eine Menge mehr Parkplätze als bisher. Es wird nämlich nicht nur der große Parkplatz auf dem heutigen Regenrückhaltebecken an der Prisdorfer Straße gebaut, sondern auch Stellflächen unter der WU-Rampe in der Siemensstraße ab einer bestimmten Höhe angeboten.

Es war nun möglich, durch die Feldmark dem Verlauf der Trasse zu folgen, also parallel zur Müssentwiete. Im Slalom der Schleichwege erreichten wir dann Schulenhörn. Hierzu parallel wird die Trasse mit Lärmschutzwällen in großem Abstand am Neubaugebiet Helgolandstraße in Pinneberg-Nord vorbeigeführt werden und „An den Fischteichen“ herauskommen. Ein Teil des Kleingartenvereins wird für die Trasse weichen müssen, nicht zuletzt, weil hier eine aufwendige Zufahrt entsteht.

Auf unserer Weiterfahrt in Richtung Düsternhoop begegneten wir einer ebenfalls radelnden Familie, die sich des schönen Wetters erfreute. Unser Unternehmen offensichtlich an der T-Shirts erkennend wurden wir aus heiterem Himmel mit den Worten attackiert: „So was müsste man erschießen“. Hingestellt als Umweltzerstörer hielten wir erstaunt inne. Es ist erschreckend, mit welch einer unverschämten Polemik sich solche Gegner der Westumgehung aufspielen. Jeder Wortwechsel mit derart ignoranten Fanatikern ist sinnlos, weil ihnen die krankmachenden Dauerprobleme anderer Mitbürgerinnen und Mitbürgern in Pinneberg-Nord völlig egal sind. Hauptsache ihre eigene Ruhe wird gewahrt – mit freundlichen Grüßen vom heiligen Sankt Florian! Dieser Zeitgenosse war schon einmal negativ aufgefallen, als er die Unterschriftensammler bei Marktkauf aus dem Hintergrund beschimpfte und maßregelte, sie wüssten nicht, was sie täten!

Die Trasse wird dann den Ossenpadd und Düsternhoop queren, um schließlich zwischen Kornkamp und Ossenpadd-Nebenweg die Elmshorner Straße gegenüber der Einmündung der Quickborner Straße zu erreichen. Von dort aus wird die Westumgehung an die Autobahn 23 Anschluss haben.

Nach gut 1 ½ Stunden verpusteten wir an der Elmshorner Straße neben dem Netto-Markt auf dem stadteigenen Gelände und ließen im herrlichsten Sonnenschein unsere Eindrücke sacken. Vielleicht sollte man diese Erlebnis-Tour unter Beteiligung interessierter Bürger/-innen wiederholen und noch eine weitere Info-Tour – aber zu Fuß – für Mitglieder und interessierte Bürger/-innen ab der Einmündung des bestehenden Westrings in die Mühlenstraße bis zur Pinnau durchführen, um auch das letzte Stück der neuen WU hautnah kennenzulernen.

Zufrieden und gut informiert trennten wir uns nach überstandener Strapaze.


Für die Gruppe zusammengestellt von
Astrid Budszus

 

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